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Ist die Suizidhilfe in der Schweiz ausreichend geregelt?

In den letzten Jahren ist die Anzahl assistierter Suizide gemessen an allen Todesfällen in der Schweiz deutlich gestiegen: von 0.2% (1999) auf 2.1% (2022). Hält diese Zunahme an, dürfte der Anteil in 10 bis 15 Jahren bei 5% liegen. Der rechtliche Rahmen für die Suizidhilfe ist durch das Strafgesetzbuch und das Betäubungsmittelgesetz definiert. Medizin-ethische Richtlinien der Schweizerischen Akademie der Medizinischen Wissenschaften (SAMW) bieten Leitplanken für Ärztinnen und Ärzte, die Suizidhilfe liegt weitgehend in der Hand privater Institutionen.
Welche rechtlichen und institutionellen Rahmenbedingungen braucht es und genügen die bestehenden? Welche Massnahmen sind zum Schutz vulnerabler Gruppen nötig? Die Akademien der Wissenschaften Schweiz laden Sie herzlich ein, diese Fragen am kommenden «Science et Politique à table!» mit Fachpersonen aus Ethik, Medizin und Recht zu diskutieren.
Dienstag, 4. März 2025, 13:15 bis 14:30 Uhr im Bellevue Palace Bern. Das Apéro beginnt um 12:45 Uhr, Referate und Mittagessen folgen um 13:15 Uhr.
Anmeldung bitte unter pol@scnat.ch
| Programm
Suizidhilfe heute: Zahlen, Fakten und Kontroversen Prof. Dr. theol. Markus Zimmermann, Departement für Moraltheologie und Ethik, Universität Freiburg
Die Selbstregulierung und ihre Grenzen Prof. Dr. med. Samia Hurst, Direktorin des Instituts Ethik, Geschichte und Humanwissenschaften der Medizinischen Fakultät, Universität Genf
Handlungsoptionen für Parlament und Gesetzgeber Prof. Dr. iur. Brigitte Tag, Strafrecht, Strafprozessrecht und Medizinrecht, Universität Zürich Neben den drei Referent:innen diskutieren folgende Expert:innen mit Ihnen:
Mit dem Format «Science et Politique à table!» laden die Akademien der Wissenschaften Schweiz Sie, geschätzte Parlamentarierin, geschätzter Parlamentarier, während Sessionen zur Diskussion aktueller Themen ein. Wir freuen uns auf anregende Diskussionen. |