NAP für Tiere

Das Nichtaggressionsprinzip (NonAggressionPrinciple, NAP) verbietet Gewalt gegenüber anderen (ausser zur Selbstverteidigung). Erfordert dieses noble Prinzip in der Tradition von Immanuel Kants kategorischem Imperativ den Verzicht auf Zucht, Schlacht und Verzehr von Tieren?

Um dies genauer zu erörtern werden Gioia Porlezza (contra) und Marco Schläpfer (pro) über das Thema “NAP für Tiere” debattieren. Danach können wir gemeinsam Znacht zu essen. Wir freuen uns, wenn auch Du dabei bist.

Datum: Freitag, 23. September 2022
18:00 Apéro
18:30 Diskussion
19:30 Znacht
Ort: Rheinfelder Bierhalle, 1. Stock, Niederdorf, Zürich

6 Comments

  1. Die Libertäre Partei ist auf gutem Weg, aber schon sehr zürichlastig. Aus libertärer Sicht ist diese Initiative abzulehnen, weil der über sein Essen bestimmende Mensch frei wählen kann, ob er nun nach seinen Vorstellungen gezogenes Fleisch verzehren will oder nicht. Eine Annahme der Initiative würde die unteren Einkommensschichten zwingen, entweder ihren Fleischkonsum dramatisch zu senken, oder aber im Ausland einzukaufen. Zudem könnten Tierzüchter ihr Angebot nicht mehr nach der Nachfrage ausrichten. Planwirtschaft ist nicht libertär.

  2. Finnische Bärenfleischsuppe.

    Bären oder Haifische würden nicht auf dem Verzehr von Menschenfleisch verzichten wenn sie hungrig sind. So gesehen ist das Naturrecht klar. Wir essen und werden von Natur aus gegessen. Dass wir glauben, in der Natur am längeren Hebel zu sitzen, sollte meiner Meinung nach Menschen kein Schuldgefühl aufzwingen wenn sie Tiere essen.

    Mit allem Respekt für Menschen, die keine Tiere, Fische oder auch gar keine Insekten essen wollen, es ist für mich ausgeschlossen, dass man ein generelles Verbot zum Verzehr von tierischen Produkten aus dem NAP ableiten könnte.

    Es gibt Menschen, welche sich durch “asketisches” oder “spirituelles” Verhalten selber auf einer höheren moralischen Ebene stellen wollen. Es gibt darunter sogar Menschen, Diktatoren, Kollektivisten, welche den Fleischverzehr von anderen kritisieren und folglich über politische Kanäle andere Menschen mit Verboten drohen. Solches ist in meiner Auffassung sogar eine Schändung des Non-Aggressionsprinzip, wogegen ich mich verteidigen darf – bis eine solche Drohung gegen mich aufhört.

  3. Lieber Patrick, besten Dank für Dein Feedback! Zürichlastig ist absolut korrekt, wir sind aber sehr interessiert an neuen Mitgliedern in anderen Regionen und dann wird es auch weitere kantonale Sektionen geben. Mit der Massentierhaltungsinitiative hat der Anlass “NAP für Tiere” jedoch direkt nichts zu tun. Wie Du aus unserem Newsletter https://libertaere-partei.ch/blog/2022/08/27/massentierhaltung/ entnehmen kannst, lehnen wir die Massentierhaltungsinitiative genauso ab wie Du. Bei der Debatte am 23. September geht es darum, dass einige Libertäre das NAP so auslegen, dass es auch in Bezug auf Tiere gilt und sich selber aus freien Stücken daran halten. Von Verboten und Planwirtschaft halten wir bekanntlich gar nichts. Beste Grüsse, Dominik Loew, Vorstand LP Zürich und Karnivore

  4. Ich würde sagen Nein, mit dem Argument das innerhalb der eigenen Spezies (Mensch) eine solche Haltung erwartet werden kann, da wir intellektuall dazu fähig sind, zwischen verschiedenen Spezies das aber nicht erwartet werden kann. Wie ein anderer Kommentar sagt: Ein Eisbär würde dich fressen, eine Biene sticht dich, da gibt es keine Gnade, es geht ums Überleben der Spezies und bei uns gilt dasselbe.

    Ich selbst esse kein Fleisch, da ich es mir nicht schmeckt und ich es nicht über mich bringe, finde aber, dass jeder das Recht dazu hat, Fleisch zu essen und dass es auch gesund ist.

    Wird die Diskussion irgendwie aufgezeichnet? Kann leider diesen Freitag nicht, finde das Thema aber sehr spannend!

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