AHV-Reform Vorlagen 2 und 3

Ja, Vorlage 2 und 3 zur AHV sind miteinander verknüpft. Scheitert eine, scheitern beide. Trotzdem ist es korrekt, den Sexismus beim Rentenalter zu beseitigen. Wir empfehlen also ein JA zum einheitlichen Rentenalter 65. Selbst die längere Lebensdauer und die geringeren Beitragszahlungen der Frauen rechtfertigen es nicht, dass Frauen kürzer arbeiten müssten als Männer. Im Zeitalter der allgemeinen Geschlechter-Verwirrungen gibt es nur eine Lösung: Das Geschlecht darf keine Rolle spielen – wie übrigens bei allen staatlichen Rechten und Pflichten.

Doch spätestens die Finanzierung sollte zum Sinnieren über die AHV anregen. Vorlage 2 fordert die Erhöhung der Mehrwertsteuer – also jener Steuer die ausgerechnet die Ärmsten (jene, die am meisten auf die AHV angewiesen sind) verhältnismässig am stärksten trifft. In der AHV gibt es kein Kapital mit welchem sich diese Versicherungsleistungen finanzieren lassen. Das beschönigend, milde Wort «Umlageverfahren» lenkt vom AHV-Schneeballsystem ab, für das alle nicht-staatlichen Akteure ins Gefängnis kämen: Die Ansprüche der Rentner werden direkt aus den frischen Lohnabzügen der Einzahler finanziert. Ein solch’ fehlerhaftes System konnte einst nur bei günstigen demographischen Voraussetzungen existieren, doch heute ist es untragbar, ein Fass ohne Boden. Jeder Rappen für einen systematischen Fehler ist ein Rappen zu viel. Die AHV verdient keine Zusatzfinanzierung sondern die Liquidation. Durch die Veräusserung der Staatsbetriebe könnten die Ansprüche beglichen und die AHV abgewickelt werden. Damit wäre die Vorsorge wieder dort wo sie hingehört: In den Händen der mündigen und verantwortungsbewussten Bürger.

Deshalb empfehlen wir ein NEIN zur Zusatzfinanzierung über eine Erhöhung der Mehrwertsteuer und riskieren damit, dass die AHV abermals falsch weiterläuft – ihrem Untergang entgegen.

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